Strom sparen beim Kochen und Backen

Beim Kochen werden laut einer Onlineerhebung der Energieagentur NRW 9% des Stroms im Haushalt verbraucht. Auch in diesem Bereich gibt es zum Glück ein gewisses Einsparpotenzial. Hier erfahren Sie, wie Sie mit einfachsten Mitteln beim Kochen und Backen Strom sparen können:

Wählen Sie das richtige Kochgeschirr

Schon bei der Wahl des Kochgeschirrs lässt sich ein beachtlicher Anteil des Energieverbrauchs beim Kochen einsparen:

  • Wählen Sie immer den kleinstmöglichen Topf zum Kochen
  • Kochen Sie immer mit Deckel, denn Kochen ohne Deckel verbraucht 3-4 mal so viel Energie
  • Verwenden Sie Kochtöpfe mit Glasdeckel, so können Sie nach ihrem Essen sehen, ohne den Deckel zu öffnen
  • Mit Schnellkochtöpfen können Sie bis zu 50% Energie sparen
  • Wählen Sie Töpfe und Pfannen mit ebenem Boden. Dellen und andere Unebenheiten bedeuten Energieverlust
  • Es gibt sogenannte „Thermotöpfe“, die man nach kurzem Erhitzen vom Herd nehmen kann, und die mittels der gespeicherten Wärme das Essen weiter garen
  • Moderne, Energie-optimierte Töpfe und Pfannen sparen bis zu 15% Energie gegenüber altem Kochgeschirr. Nutzen Sie lieber energieeffiziente Edelstahltöpfe als altertümliches (wenn auch hübsches) Emaille-Kochgeschirr, diese können die Hitze länger speichern
  • Wählen Sie die Größe eines Topfes oder einer Pfanne immer passend zum Inhalt und zur Größe des Kochfelds, sonst geht Energie verloren

Wählen Sie das richtige Gerät zum Kochen

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Indem Sie beim Kochen das richtige Gerät für den jeweiligen Zweck nutzen, können Sie weiteren Strom sparen. Bei einem alten Herd / Backofen ist über eine Neuanschaffung eines effizienteren Geräts nachzudenken!

  • Am effizientesten kochen Sie mit Induktionskochplatten, Cerankochfelder sind aber auch um einiges effizienter als Gussherdplatten. Achten Sie also bei Neuanschaffungen darauf, geben Sie lieber ein paar Euro mehr aus
  • Wasser können Sie mit einem Wasserkocher viel energieeffizienter erhitzen als mit dem Herd. Auch das Wasser zum Nudeln Kochen können Sie vorher im Wasserkocher zum Kochen bringen und dann auf dem Herd bei mittlerer Stufe am köcheln halten
  • Wärmen Sie kleine Portionen Essen lieber in der Mikrowelle auf als mit dem Herd oder Ofen
  • Bei größeren Portionen verwenden Sie zum Aufwärmen lieber den Herd als den Backofen, denn eine Herdplatte verbraucht nur etwa ein Fünftel der Energie des Backofens
  • Bei Neuanschaffungen achten sie unbedingt auf die Energieeffizienzklasse des Geräts. Geben Sie lieber ein paar Euro mehr für die Anschaffung aus, schließlich sparen Sie dadurch dauerhaft Strom.

Auch durch ihr Verhalten können Sie beim Kochen Strom sparen!


Auch ohne, dass Sie sich neues Kochgeschirr oder gar einen neuen, stromsparenden Herd anschaffen, können Sie beim Kochen Strom sparen. Entscheidend ist dafür ihr Verhalten, vor allem die Art, wie Sie die Energie nutzen:

  • Schalten Sie früh runter! Ein Beispiel: Wenn Sie Nudeln kochen, können Sie, sobald das Wasser kocht und die Nudeln im Topf sind, den Herd auf die Hälfte oder mehr herunterschalten. Achten Sie darauf, dass das Wasser leicht köchelt. Ein weiterer Vorteil: So kocht Wasser nicht so schnell über
  • Nutzen Sie die Restwärme! Oft reicht es, Essen kurz sehr stark zu erhitzen und dann die Herdplatte komplett auszuschalten. Fleisch kann man zum Beispiel kurz scharf in der Pfanne anbraten und danach die Herdplatte komplett ausschalten. Die Resthitze reicht meist, um das Fleisch ausreichend zu garen. Gleiches gilt für den Backofen, je nach Zweck kann der Ofen schon lange vor Beenden der Backzeit komplett ausgeschaltet werden
  • Vermeiden Sie das Öffnen von Topfdeckeln, jedes Öffnen kostet viel Energie
  • Auch die Backofentür sollten Sie so wenig wie möglich öffnen! Jedes Öffnen kühlt den Backofen um ca. 20 Prozent ab
  • Gemüse muss beim Kochen nicht komplett mit Wasser bedeckt sein, bei geschlossenem Deckel gart der Dampf. Das spart Energie und ist schonender zu den Vitaminen im Essen. Kochen Sie also immer mit möglichst wenig Flüssigkeit
  • Ein gutes Timing beim Kochen sorgt dafür, dass man schon fertig gekochte Komponenten vor dem Servieren nicht noch einmal aufwärmen muss

6 Kommentare

  1. Sepideh Majidsonouzi 12. Februar 2014
  2. optimumsparen 27. März 2014
  3. Uwe 16. November 2014
  4. Nils 3. Oktober 2015
  5. Bastian Grimm der kleine Spammer 30. Dezember 2015
    • Dominik 23. Januar 2016

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