3 Tipps wie Sie bei Nachtspeicherheizungen Stromkosten sparen können

Vergleich Heizkosten: Nachtspeicherofen, Erdgas und Heizöl

Wenn Sie ihre Wohnung oder ihr Haus mit Nachtspeicherheizungen heizen, brauchen Sie ein dickes Portemonnaie.

Denn Nachtspeicheröfen sind so ziemlich die teuerste Heizmethode!

Das Heizen mit Nachtstrom ist oft mehr als doppelt so teuer wie das Heizen mit Erdgas oder Erdöl. Meist findet man diese Geldfresser in älteren Häusern und Wohnungen, bis in die 80’er Jahre wurden Nachtspeicherheizungen massiv beworben, subventioniert und somit auch gerne verbaut.

Vergleich Heizkosten: Nachtspeicherofen, Erdgas und Heizöl

Die Daten stammen von Klima-sucht-Schutz.de

Heizen mit Nachtstrom ist mehr als doppelt so teuer wie Gas oder Öl

Durch die oft mehr als doppelt so hohen Heizkosten wäre es natürlich am sinnvollsten, wenn Sie ihre Nachtstromheizungen gegen eine modernere und günstigere Heizungsanlage ersetzen.

Oftmals ist das allerdings nicht möglich, so zum Beispiel bei Mietwohnungen. Trotzdem können Sie ein paar Maßnahmen treffen, um ihre Stromkosten trotz Nachtspeicherheizungen einigermaßen erträglich zu halten. Im Folgenden haben wir 3 Tipps für Sie, wie Sie mit Nachtspeicheröfen Energie sparen können.

Tipp 1: Die Bedienung einer Nachtspeicherheizung richtig verstehen

Nachtspeicherofen Bedienung - Energiesparen

Im Inneren der Nachtspeicherheizung werden hinter einer Isolierung Steine erwärmt, die die Wärme eine gewisse Zeit lang speichern

Das A und O ist es, die Funktion seiner Nachtspeicheröfen richtig zu verstehen:

In Schwachlastzeiten, wenn der Strom mit dem richtigen Tarif günstiger ist, werden Schamottsteine im Inneren der Heizkörper erhitzt. Meist ist das Nachts oder Nachmittags der Fall. Durch die Isolierung wird die Wärme für eine gewisse Zeit gespeichert.

Über eingebaute Lüfter kann nun je nach Bedarf die Raumluft erhitzt werden. Da die meisten Nachtspeicheröfen heutzutage mindestens 20 Jahre alt sind, sind auch die Lüfter alles andere als stromsparend – und sie laufen auch außerhalb der Schwachlastzeiten, wenn der Strom etwas günstiger sind. Über einen Thermostaten kann man regulieren, welche Raumtemperatur man haben möchte. Wird diese Wunschtemperatur unterschritten, werden die Lüfter automatisch aktiviert.

Stellen Sie

Nachtspeicherheizungen richtig aufladen

Nachtspeicherheizung Thermostat - Energie sparen

Über den Thermostaten wird die gewünschte Raumtemperatur eingestellt

Viele Nachtspeicherheizungen verfügen über eine elektronische Aufladeregelung. Dabei bestimmt ein Außentemperaturfühler, wie sehr die Heizung aufgeladen werden soll. Dabei werden die Außentemperaturen (auch nachts) und die restliche Wärme im Nachtspeicherofen berücksichtigt.

Noch ältere Modelle müssen von Hand reguliert werden, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. So kann man die Aufladung der Öfen manuell herunter regulieren – auch wenn das nicht so komfortabel ist.

Thermostaten richtig nutzen

  • Nutzen Sie, soweit vorhanden, die Funktion zur Nachtabsenkung
  • Stellen Sie ansonsten für Nachts maximal 16-18 Grad ein
  • Tagsüber können Sie die Lüfter bei Bedarf einschalten, anstatt den Thermostaten zu nutzen
  • Regeln Sie die Thermostaten herunter, bevor Sie die Wohnung für längere Zeit (z.B. zum Arbeiten) verlassen

Tipp 2: Wettervorhersage schauen – denn Nachtspeicheröfen sind sehr träge

Nachtspeicheröfen sind sehr unflexibel und träge. Sind die Schamottsteine erst einmal heiß, braucht es 2 bis drei Tage bis die Heizkörper komplett ausgekühlt sind (je nach Modell). Auf schnelle Wetterwechsel kann man also schlecht reagieren.

Sie sollte deswegen von Herbst bis Frühling täglich die Wettervorhersage schauen, am besten die 3-Tages-Vorhersage oder gar die Wochen-Vorhersage. So können Sie rechtzeitig reagieren, sollte die Außentemperatur innerhalb weniger Tage ansteigen. Schalten Sie in diesem Fall ihre Nachtspeicheröfen früh genug ab. Die gespeicherte Restwärme wird noch ein Weilchen reichen.

Temperaturabfälle sind hingegen übrigens kein Problem, während der Heizzeiten (Schwachlastzeiten) werden die Heizungen schnell warm.

Denken Sie beim Einstellen der Laderegler bei Nachtspeicheröfen ohne elektrische Laderegelung immer schon ein paar Tage weiter! Sie werden bald ein Gefühl dafür bekommen, wie lange ihre Nachtspeicherheizungen zum Auskühlen benötigen.

 Tipp 3: Nachtstrom-Tarife vergleichen

Es kommt wieder mehr Bewegung in den Strommarkt für Nachtspeicherheizungen. Oft ist man nicht mehr von einem einzelnen regionalen Stromversorger mit Niedertarif abhängig, immer mehr überregionale Versorger bieten passende Tarife für Nachtstrom-Heizungen an. Im Internet können Sie mit wenigen Klicks die in ihrer Region verfügbaren Heizstrom-Tarife vergleichen. So lassen sich in vielen Fällen mehrere hundert Euro an Heizkosten pro Jahr einsparen.

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